Der Garten

Hof mit Terrasse
Hof mit Terrasse – Blick von oben

Die Terrasse im Hof wird zum Teil durch ein Gründach beschattet, daneben steht ein kleines Gewächshaus für die Anzucht von Sommerblumen und Gemüse. Der schattige Hof beherbergt Winterblüher wie Zaubernuss (Hamamelis intermedia ‚Jelena‘), Mimose (Acacia) und Fleischbeere (Sarcococca hookeriana), deren zarte Blüten einen intensiven Duft verströmen. In der kalten Jahreszeit erfreuen wir uns auch an verschiedenen Sorten Schneeglöckchen (Galantus elwesii, G. nivalis ‚Flore Pleno‘, ‚Ophelia‘ u.a.).
Den Blütenreigen setzen weitere attraktive Gehölze wie Scheinfuchsie (Ribes speciosum),  Kamelie (Camellia japonica), Blumenhartriegel (Cornus florida) und eine rankende Fuchsie (Fuchsia magellanica „Reitzii“) fort. Ihnen zu Füßen blühen blauer Lerchensporn (Corydalis elata ‚Blue Summit‘), Japanorchidee (Bletilla striata) und verschiedene Sorten der Waldglocke (Disporum).

Gang mit Rosen und Spalierobst mit Lavendel
Gang mit Rosen und Spalierobst mit Lavendel

Unser Laubengang beherbergt die Kletterrosen ‚Goldfinch‘, ‚Violetta‘, ‚Mosel‘, ‚Pink Cloud‘, ‚Zepherine Drouhin‘ und ‚Bobby James‘. Dazwischen wachsen unterschiedliche Waldreben, die duftende Clematis viticella ‚Betty Corning‘ und Clematis viticella ‚Alba Luxurians‘.
Danach setzt ein Beet mit vegetativ vermehrtem Lavendel angustifolia ‚Hidcote Blue‘ vor Spalieren für Wein, Brombeeren, Kiwi und Äpfeln den Weg zum hinteren Garten fort.

Nachdem die Exemplare einer kleinen Salbeisammlung zahlenmäßig einfach überhand nahmen, haben wir ein eigenes Salvia-Beet angelegt. Im Eingangsbereich des Gartens werden jetzt jedes Jahr im Mai die nicht-winterharten Schönheiten aus Mittelamerika ausgepflanzt. Salvia guaranitica, Salvia discolor, Salvia greigii, Salvia uliginosa und weitere danken die Mühe mit einem wahren Feuerwerk an Blüten bis zum späten Herbst. Vor dem ersten Frost werden sie wieder getopft und zum Überwintern in das Gewächshaus geschafft.

Gartenübersicht
Gartenübersicht

Im hinteren Garten geben Sträucher vor den Mauern einen grünen Rahmen für die formalen Staudenrabatten: Der winterblühende, duftende Schnellball (Viburnum bodnantense ‚Dawn‘), Felsenbirne (Amelanchier lamarckii), Mexikanischer Orangenstrauch (Choysia ternata ‚Aztec Pearl‘), Rotblättriger Judasbaum (Cercis canadensis ‚Forest Pansy‘) als Hochstamm und eine junge Ölweide (Eleagnus angustifolia).

Die farblich gegliederten Beete sind in englischer Manier als mixed borders mit kleinen Gehölzen, Stauden, Zwiebeln und einjährigen Blumen bepflanzt. Sie werden durch Rasenwege eingefasst und zeigen die Farben dunkelrot, rosa, gelb und blau-violett. In jedem der Beete befindet sich eine klassische Kombination von Rose und Clematis, z.B. R. ‚Rhapsody in Blue‘ und C. viticella ‚Mary Rose‘ oder R. ‚Centenaire de Lourdes‘ und C. viticella ‚Etoile Rose‘. Um eine möglichst große Vielfalt zu erreichen, haben wir Prachtstauden mit Blattschmuckstauden und Gräsern kombiniert.
Unser ovales weißes Beet verstehen wir als Homage an den großartigen Garten von Sissinghurst. Wir haben die weiß-gelbe Pfingstrose ‚Cheddar Gold‘ (Paeonia lactiflora) und die hellgelb überhauchten Rosen ‚Kronprinzessin Mary‘ und ‚The Pilgrim‘ gepflanzt. Dazu gesellen sich eine sonnenverträgliche Funkie (Hosta plantaginea) sowie Phlox, Iris Agapanthus, und Potentilla mit ebenfalls weißen Blüten. Im Frühjahr zaubern die Tulpen ‚Mondial‘ und ‚Westpoint‘ ein frisches, weiß-gelbes Bild.

Eibenhecken trennen die Staudenbeete vom Nutzgarten. Hier wird in einem kleinen Potager eine Auswahl von Gemüse in Mischkultur angebaut. In Anlehnung an französische Vorbilder werden die Pflanzen auch nach ästhetischen Gesichtspunkten wie Blattformen und Farben angeordnet. So vereinigt ein Potager die Schönheit mit der Nützlichkeit.
Daneben gedeihen mediterrane Pflanzen wie Thymiane, Ysop, Salbei und Zitronenverbene einträchtig neben Pimpinelle, Borretsch, Kapuzinerkresse und Ringelblumen. Den Mittelpunkt des Kräutergärtchens bildet die reichblühende, weiße Hochstammrose ‚Schneewittchen‘.
Im hinteren Teil des Gartens liegt das Alpinum mit seinen ausgeprägten Frühlingsblühern. Nach den frühen Iris reticulata ‚Purple Gem‘ und ‚J.S.Dijt‘ sowie Crocus tommasianus ‚Roseus‘ erscheinen später die Knospen der Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris). Der Sommer wird durch Kartäusertnelke (Dianthus carthusianorum), Polsterphlox (Phlox subolata) und Brennender Busch (Diptamnus albus) eingeläutet.

Ein kleiner Bachlauf fließt durch den Steingarten zum Teich. Von der Holzterrasse aus genießen wir an warmen Tagen den Blick auf Wollgras (Eriophorum angustifolium), Fieberklee (Menyanthes trifoliata) und Seekanne (Nymphoides peltata).
Seine Ufervegetation geht in eine Waldrandbepflanzung mit Samthortensie (Hydrangea aspera ssp.sargentiana) und Scheinkamelie (Stewartia rostrata) über. Im Frühjahr bilden Echte Schlüsselblumen (Primula vera) und zarte Buschwindröschen (Anemone nemorosa ‚Robinsoniana‘) einen dichten Teppich mit den unterschiedlichen Rosa- und Rottönen der Lenzrosen (Helleborus orientalis).

Im Garten sind verschiedene Sitzplätze verteilt; ob gemauerte Sitzfläche im Laubengang, Kräutergartenbank, Salbei-Sitzplatz, Schatten-Rondel oder der Steg am Teich, alle laden zum Verweilen ein.