Das Teehaus

Teehaus im Winter
Teehaus im Winter

Der lang gehegte Traum wird wahr, ein reetgedecktes Teehaus mitten zwischen den Blumen.
Seit einem Besuch von Haus und Garten des Malers Emil Nolde in Seebüll, Nord Schleswig-Holstein, 1981 „geisterte“ ein Teehaus durch unsere Köpfe.
Die Lust, ein Reetdach zu decken, war von Anfang an da. Als Vorbereitung diente Wissen aus alten Büchern und ein „Blitz- Praktikum“ bei einem Reetdecker im Niederrheinischen Freilicht-Museum Dorenburg in Grefrath.
Alle Materialien stammten aus der Lüneburger Heide, das Werkzeug wurde nach Vorlagen selber hergestellt.

Doch zuerst wurde das Fachwerkhaus nach alter Tradition mit Nuten, Zapfen und Holzdübeln gebaut. Das Ständerwerk hält ohne Schrauben und Nägel zusammen, nur für das Holzgefache und die Fenster sind Schrauben eingesetzt worden.

Die Reetdeckerei ist ein altes Handwerk, welches heute überwiegend nur noch im Norddeutschland ausgeübt wird. Seit über 2.200 Jahren wurden und werden in Mitteleuropa Dächer mit Stroh oder Reet gedeckt. Diese Handwerkstechnik beherrschten früher viele Menschen, ohne ausgebildete Dachdecker zu sein.
Das Reet wurde hier mit der „Ween-Technik“ befestigt. Dabei werden mehrere Bunde Reet mit einem später nicht sichtbaren Haltedraht an eine Dachlatte „genäht“, heute mit dünnem V2A-Draht.

Reetdecken in „Zeitlupe“